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Ökologisches Dating in Grundlage, Theorie und Praxis

Autor: Dr. Guido F. Gebauer, Psychologe und Mitgründer von Gleichklang

Porträt von Dr. Guido F. Gebauer am Meer. Autor des Grundsatztexts über ökologisches Dating und Green-Dating.Dieser Grundlagentext beschreibt aus psychologischer und gesellschaftlicher Perspektive, was ökologisches Dating ausmacht. Ökologische Dating-Formen verbinden Dating, Partnersuche, Freundschaft und Gemeinschaft mit nachhaltiger Lebenspraxis, Umweltbewusstsein, Klimaschutz und Tierschutz. International wird dieser Ansatz häufig unter dem Begriff Green Dating diskutiert.

Bei Gleichklang, unserer psychologisch fundierten Dating-Plattform, bildet ökologische Kompatibilität eine zentrale Grundlage für die Vermittlung von Partnerschaften, Freundschaften, Reisepartnerschaften und Gemeinschaften.

Ökologisches Dating bei Gleichklang

Ökologisches Dating bei Gleichklang bedeutet die Suche nach einem Menschen (Partnersuche monogam, Freundschaftssuche) oder nach mehreren Menschen (z. B. Partnersuche polyamor, Freundschaften, Gemeinschaften), deren Alltag, Entscheidungen und Werte mit Umweltbewusstsein, Klimaschutz und Naturschutz verknüpft sind.

Wir bringen seit 20 Jahren solche Menschen für Partnerschaften, Freundschaften, als Reisepartner:innen oder für Projekte und Gemeinschaften zusammen.,für die eine ökologische Lebensführung ein zentraler Teil ihres Seins und ihrer Lebenspraxis darstellt.

Überzeugen Sie sich selbst und machen Sie mit: JETZT ANMELDEN!

Wenn Sie sich aber in der Tiefe für das Thema interessieren und gerade die Zeitressourcen haben, freuen wir uns auch, wenn Sie den folgenden Grundsatztext zum ökologischen Dating lesen, der von unserem Mitgründer und Psychologen Guido F. Gebauer stammt:

Kern und Vielfalt in der Green-Dating-Community

Neben einem Kern ökologisch nachhaltig, minimalistisch und vegan lebender Mitglieder gibt es beim ökologischen oder Green Dating bei Gleichklang ebenfalls Menschen, die ökologisch und nachhaltig leben möchten, aber aktuell noch mehr oder weniger in einer auf Umweltzerstörung, Klimakrise, Konsum und Oberflächlichkeit ausgerichteten gesellschaftlichen Praxis verstrickt sind.

Da aber ihre Einstellung, trotz ihrer noch nicht gegebenen Konsequenz, passend ist, bilden auch sie einen wichtigen Teil unserer ökologischen Green-Dating-Community. Finden sie bei Gleichklang Partnerschaften, Freundschaften, Reisepartner oder Gemeinschaften, gelingt es ihnen, zu einem ökologischen Lebensstil zu wechseln.

Ökologische Lebenspraxis im Alltag

Wer suffizienzorientiert lebt, wird das Thema nicht nur beim Einkauf spüren, sondern auch beim Wohnen, beim Heizen, beim Umgang mit Dingen. Wer minimalistisch lebt, Recycling betreibt, die Reparaturkultur verinnerlicht hat, denkt anders über Besitz, Status, anders über „neu“ und „gebraucht“. Für viele nachhaltig denkende Menschen sind Begriffe und Praktiken zentral wie Kreislaufwirtschaft, Secondhand, Upcycling und Wiederverwendung. In der Vielzahl und in der globalen Ausrichtung dieser ökologischen Praktiken werden der Sinn und die Notwendigkeit eines Green Dating erkennbar. Wenn wir ökologisch denkenden Menschen begegnen, können wir gemeinsam unseren Alltag so gestalten, dass wir konsistent mit unseren Werten leben.

Konsum, Ernährung und gemeinsame Routinen

Ein großer Teil ökologischer Lebensführung wird über Konsum sichtbar. Gleichklang-Mitglieder bewegen sich typischerweise im Feld Bio-Lebensmittel und Bio-Handel im Allgemeinen, Naturkost, Regionalität und Saisonalität. Andere organisieren ihr Leben über Unverpackt, Zero Waste, Müllvermeidung, plastikarmen Alltag und die Frage, wie konsequent man sein kann, ohne sich sozial zu isolieren. Viele Mitglieder setzen ihre Schwerpunkte auf Fair Trade und Fairnessketten, damit assoziierter Lieferkettenkritik und die Frage, welche Produkte überhaupt noch vertretbar sind.

Besonders prägend ist für Gleichklang-Mitglieder und auch für Partnersuche, Kennenlernen von Freundinnen und Freunden, Gemeinschaften die Ernährung:

  • Pflanzenbasierte Ernährung, vegetarisch, aber deutlich konsequenter vegan, ist oft der sich im Alltag manifestierende Ausdruck der Wertschätzung tierischen Lebens sowie von Umweltethik, Tierschutz, Tierrechten oder Klimagerechtigkeit. Ernährung ist für Beziehungen wichtig. Denn es geht um tägliche Gewohnheiten, Einkaufen, gemeinsames Kochen, Einladungen, Familienfeste und um den Wunsch, die eigene pflanzenbasierte Lebensweise weiter zu stärken.

Mobilität als Beziehungsthema

Ökologische Konflikte entstehen nicht durch einzelne Meinungen, sondern durch Mobilität. Es stellen sich Fragen wie: flugfrei oder flugreduziert leben, ÖPNV, Fahrrad, Lastenrad. Konsequente ökologische Denk- und Handlungsweisen bedeuten eine andere Form von Mobilität. Sie denken daher anders über die Art und Weise, wie wir Distanzen überbrücken, aber auch darüber, wie wir unseren Alltag und unsere Urlaube gestalten. Wer weit entfernt reist, wählt oft Landwege, begibt sich auf einen Slow Travel jenseits von Oblivion und Ausagieren von Konsum. Manche bleiben auch bewusst regional, richten sich in ihrem Selbstversorgungs-Garten oder ihrer Permakultur ein.

Solche Unterschiede werden in einer Kennenlernphase oft überdeckt, wirken aber später als Grundsatzfragen:

  • Wie sieht ein gemeinsamer Alltag aus, wie werden Entscheidungen getroffen, welche Kompromisse sind möglich, welche nicht?

Ökologisches Dating bei Gleichklang (und anderswo) bedeutet, diese zentralen Fragen an den Anfang des Kennenlernens zu stellen und Menschen zusammenzuführen, die ähnliche Antworten geben.

Warum Mainstream-Dating oft nicht passt

Viele Singles auf Partnersuche, aber auch Menschen, die Freundschaften suchen, sind auch dadurch erschöpft und resigniert, dass sie auf den Mainstream-Dating-Apps und Singlebörsen keine Menschen finden, mit denen sie beispielsweise bei diesen Fragen zu einer Übereinstimmung gelangen:

  • Wie wird gelebt, wie wird konsumiert, wie wird gereist, was gilt als verantwortbar, was als unverzichtbar, was als Luxus, den man reduziert oder ganz lässt?

Tatsächlich trifft, wer nachhaltig lebt, wer klimabewusst handelt, wer sich naturverbunden fühlt oder aus Umweltethik heraus Entscheidungen trifft, kaum auf kompatible Menschen bei Dating-Apps oder auch auf anderen Mainstream-Dating-Systemen.

Warum gelingt vielen ökologisch und nachhaltig denkenden Menschen aber auch an dritten Orten die Partnersuche nicht?

Das hat zwei Hintergründe, für die wir bei Gleichklang durch unseren nicht dem Mainstream zugehörigen Online-Ansatz der Partnervermittlung und Freundschaftssuche Lösungen ermöglichen.

  • Das Online-Dating gewinnt für die Partnersuche eine immer stärkere Bedeutung. Dies bedeutet auch, dass immer weniger Menschen an dritten Orten, wie Cafés, aber selbst in Umweltinitiativen, für eine Partnersuche offen sind. So wird es schwerer, Partner:innen an dritten Orten zu finden.
  • In bestehenden Initiativen, Projekten, Protesten gegen Umweltzerstörung und Klimawandel eingebettete Singles werden oft feststellen, dass die anderen bereits in Beziehungen sind, aktuell Single bleiben wollen oder es aus anderen Gründen nicht passt.

Grundsätzlich ist das Dating im Internet eine Lösung für die, die an dritten Orten bisher erfolglos bleiben.

Für umweltbewusste Menschen ist es jedoch zentral, dass die ökologische Grundorientierung und die dahinter stehenden Lebenspraktiken und Lebensziele miteinander kompatibel sind.

Viele umweltbewusste Menschen machen die Erfahrung, dass dies beim Mainstream-Dating nicht gelingt.

Manche lassen sich so auf Kompromisse ein und werden in den Beziehungen unzufrieden. Dies gilt beispielsweise für viele vegan lebende Menschen, wo eine Umfrage von vegan.eu und Gleichklang zeigte, dass die große Mehrheit veganer Menschen in Partnerschaften mit nicht veganen Personen weiterhin eine Sehnsucht nach einer Beziehung mit einer veganen Person erleben.

Eine aktuelle Untersuchung von vegan.eu und Gleichklang zur Vegansexualität macht noch einmal deutlich, von welcher zentralen Bedeutsamkeit die Berücksichtigung ethischer Werte und umweltbezogener Praktiken für die Partnersuche ist:

  • Es zeigte sich, dass die vegane Lebensweise so tiefgreifend verbunden ist mit der eigenen Identität, dass eine substanzielle Anzahl an Personen auch sexuelle Anziehung und sexuelle Erlebensbedürfnisse mit der veganen Lebensweise der anderen Person assoziiert. Vegansexuelle, die in Beziehungen mit nicht veganen Personen und besonders mit fleischessenden Personen sind, zeigten sich signifikant weniger zufrieden mit ihren Beziehungen und ihrer Sexualität. Bei nicht vegansexuellen Personen war diese Auswirkung der Partnerernährung auf die eigene Zufriedenheit nicht feststellbar.

Werte, Überzeugungen und soziale Dilemmata

Entscheidend ist eine ökologische Kompatibilität der Werte und Überzeugungen, und diese Bedeutsamkeit zeigt sich daran, dass wir spüren, dass sogar unsere sexuelle Anziehung mit unseren Überzeugungen zusammenhängt.

Umweltbewusste Singles und umweltbewusste Menschen sind bei Fragen ihrer sozialen Vernetzung oftmals mit diesem Dilemma konfrontiert:

  • Setzen wir konsequent eine Lebensweise nach unseren Werten um oder passen wir uns an? Vielfach neigen Menschen dazu, sich letztlich an die Bedingungen anzupassen, wenn sie fortwährend gegen diese verstoßen und der äußere Druck hoch ist.

Denke ich also ökologisch, lebe aber nicht nachhaltig und nicht umweltbewusst, achte ich nicht auf Klimaschutz im eigenen Leben, entsteht innere Dissonanz, und diese reduziere ich, indem ich unbewusst meine Einstellungen an mein Verhalten anpasse:

  • Das sehen wir bei Menschen, die plötzlich große Geldmengen und Vermögen erhalten und oft beginnen, einen Lebensstil einzunehmen, der nicht umweltverträglich ist. In ihrem subjektiven Erleben fühlen sie sich aber dazu berechtigt, und ihr Anspruchsniveau stellt sich auf ihre aktuelle Situation ein.
  • Ein weiteres Beispiel für diese mögliche Entwicklung ist der bekannte Marsch der 68er durch die Institutionen. Viele wollten unsere gesellschaftlichen Verhältnisse grundlegend verändern und unseren Planeten zu einem grünen Planeten machen, auf dem Menschen in Solidarität miteinander leben. Aber weil sie in den Institutionen ständig gegen ihre Grundsätze verstoßen mussten, begannen ihre Einstellungen zu erodieren, und heute sind sie von den früheren Mitarbeiter:innen der Institutionen nicht mehr unterscheidbar. Sie sind fest im Getriebe verankert, was unseren Planeten zerstört, unser Klima ruiniert, Wälder und Naturlandschaften vernichtet und das Artensterben befeuert.

Diese traurige Geschichte zeigt nicht, dass es sich um böse Menschen handelt, sondern dass es Menschen sind:

  • Wenn wir nicht aufpassen, setzen wir uns als Minderheit nicht durch, sondern gehen in der Minderheit auf. In einzigartiger Weise haben die Studien des Soziologen Moscovici gezeigt, dass Minderheiten nur dann echten Einfluss ausüben, wenn sie sich von der Mehrheit klar abgrenzen und konsequent ihre Position vertreten. Machen sie mit der Mehrheit Kompromisse, gehen sie schrittweise in ihr auf und werden unerkennbar.

Vielen, die beim Mainstream-Dating teilnehmen, geht es genau so:

  • Die Werte der auf schnelle Kontakte, viele Vorschläge, kurze Grußnachrichten, Swipes, Superlikes ausgerichteten gamifizierten Dating-Systeme übertragen sich auch auf die Teilnehmenden. Ohne dass sie es merken, sinkt ihre Bindungsbereitschaft, Menschen werden als Konsumprodukte wahrgenommen, Profile und Matches dominieren das Streben. Es entsteht eine stromlinienförmige Mainstream-Form, wie Menschen über ihre Beziehungen denken und sie gestalten. Mit Ökologie, Klimaschutz und Reflexion unseres Überkonsums sind diese Werte nicht vereinbar.

Haben ökologisch denkende und handelnde Teilnehmende beim Mainstream-Dating Erfolg, werden in den neuen Beziehungen ebenfalls ihre Werte typischerweise erodieren:

  • Denn die Wahrscheinlichkeit, dass über die Algorithmen der Dating-Apps Partner:innen gefunden werden, die ebenso an Umweltschutz, Naturschutz, Tierschutz etc. denken, ist sehr gering. Die andere Person wird ihre Lebenspraxis jedoch nur dann ändern, wenn die Überzeugungen passend sind.

Natürlich kann es in Beziehungen auch umgekehrt positive Veränderungen geben, wie wir sie bei Gleichklang sehen:

  • Aber meistens ist beim Mainstream-Dating das Gegenteil der Fall, weil der nicht ökologische und nicht nachhaltige Lebenswandel zunächst einfacher ist und mit kurzfristigen Belohnungen durch Konsum auf allen Ebenen verbunden ist. Haben wir dann Partner:innen, die auf Umwelt, Planeten, Tiere und Klima nicht achten, schleicht sich der konsumorientierte und die Ressourcen unseres Planeten belastende Lebenswandel in unseren Alltag. So werden wir zu dem, was wir einst bekämpften.

Beziehung und Dating als Motor ökologischer Veränderung

Trotzdem sind Veränderungen möglich, und wir sehen bei Gleichklang, dass wir nicht nur passende Menschen zu Liebesbeziehungen, Freundschaften, Projekten und Gemeinschaften zusammenführen, sondern dass sich bei Gleichklang auch Menschen ändern, indem sie mehr auf Umweltschutz, Klimaschutz und Klimaneutralität, Tierschutz und Tierrechte achten.

Gleichklang als Green-Dating-Plattform ist somit gleichzeitig auch einer der vielen kleineren Motoren für ökologische Veränderung und ökologischen Wertewandel in unserer Welt.

Zu diesem Veränderungsprozess tragen die entscheidenden Strukturen unserer Dating-Community bei.

Bei Gleichklang stoßen Singles und andere, die nach Beziehungen suchen, vom ersten Tag an auf eine umweltfreundlich ausgerichtete Community, die Klimaschutz, Schutz der natürlichen Lebensressourcen unseres Planeten, Tierschutz ernst nimmt und mit ins Zentrum ihrer Außendarstellung stellt.

Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich von einem gegenüber Umwelt, Planeten und Klima desinteressierten Mainstream beeinflussen lassen.

Auch unsere Informationen und Artikel tragen dazu bei, dass sich Mitglieder unserer Dating-Community immer wieder mit ökologischen Werten auseinandersetzen und über einen nachhaltigen Lebenswandel reflektieren.

Zudem stellen wir unsere psychologischen Matching-Logik-Fragen, die nicht nur die ökologische Kompatibilität bei der Partnersuche, dem Kennenlernen von Freunden und Reisepartnern oder der Begründung von Gemeinschaften und Projekten erhöhen, sondern auch zu Veränderungen anlegen:

  • Möchte ich auf Fleisch verzichten in einer neuen Beziehung? Möchte ich in einer neuen Beziehung vegan leben? Möchte ich einen ökologischen Lebenswandel in einer neuen Beziehung zum Fundament machen?

Durch die Zusammensetzung unserer Community, die Struktur und das Auftreten der Community und durch die Ausrichtung unseres Matchings unterstützen wir einen umweltgerechten Verhaltenswandel.:

  • Die Wahrscheinlichkeit ist so gering, dass Nutzer:innen von Gleichklang nach Ende ihrer Beziehungssuche in einer Beziehung enden werden, bei der umweltgerechtes und klimagerechtes Handeln unbekannt ist.

Ganz im Gegenteil: Oft beginnen gerade diejenigen Mitglieder von Gleichklang, umweltgerecht und klimagerecht zu handeln, die in ihren umweltbezogenen Einstellungen vorher noch nicht gefestigt waren oder die ihre ökologischen und nachhaltigen Werte zuvor nicht lebten.

Unterschiede innerhalb der Green-Dating-Community

Ökologisch orientierte Menschen haben die Gemeinsamkeit, dass sie sich als umweltbewusste, klimabewusste und nachhaltige Menschen verstehen. Es gibt jedoch auch relevante Unterschiede:

Unterschiedliche ökologische Praxis und Werte

Manche von ihnen, aber nicht alle, haben auch einen emotional vertieften Naturbezug, der sich über Aktivitäten zeigt, die assoziiert sind mit Outdoor, Garten, Tieren, Wald, Wasser, Artenvielfalt und Biodiversität. Unsere Mitglieder eint, dass sie wenige Ressourcen verbrauchen, konsumkritisch denken und bewusste Prioritäten setzen. Konkrete Praktiken können sich aber unterscheiden, und dies kann bis zu Unterschieden gehen, die aufgrund der großen individuellen Bedeutung der jeweiligen Thematiken zu einer Inkompatibilität führen können.

Sprich:

  • Mitglieder unserer Green-Dating-Community sind nicht automatisch miteinander für Partnerschaften, Freundschaften, Reisepartnerschaften oder Gemeinschaften kompatibel.

Es gibt viele weitere Faktoren, von denen wir bei Gleichklang einige berücksichtigen, während andere unkontrollierbar verbleiben und nur zwischen den beteiligten Menschen selbst ausgelotet werden können.

Unterschiedliche Beziehungs- und Freundschaftsformen innerhalb der ökologischen Community

Wir setzen bei Gleichklang auf eine Vermittlung nach Passung nicht nur der, sondern auch der Beziehungsmodelle:

Ebenso gibt es in freundschaftlichen Beziehungen Differenzierungen:

  • Für viele bedeutet Freundschaft keine erotische Komponente, für andere ist Erotik Teil von Freundschaften. Manche wollen eine Freundschaft plus finden, die zwischen Freundschaft und Partnerschaft steht. Auch der LGBTQ+-Bereich spielt bei der Freundschaftssuche eine große Rolle. Manche wollen als etwa schwuler Mann oder als lesbische Frau eine Freundschaft mit schwulen Männern oder lesbischen Freundinnen kennenlernen. Das genaue Gegenteil tritt ebenfalls ein: Mitglieder der LGBTQ+-Community, die sich gerne über ihren eigenen Kreis hinaus auch mit heterosexuellen Menschen vernetzen wollen.

Unterschiedliche spirituelle Haltungen innerhalb der Green-Dating-Community

Singles auf Partnersuche und andere auf Freundschaftssuche bei Gleichklang unterscheiden sich nicht nur in ihren Beziehungsmodellen, sondern auch in ihrem Bezug zur Spiritualität, was für den Green-Dating-Bereich eine wichtige Thematik ist.

Grundsätzlich gibt es drei ungefähr gleich große Gruppen:

  • Spirituelle Singles und andere Mitglieder von Gleichklang, denen Spiritualität am Herzen liegt: Oft wird eine freie, nicht an eine konkrete Religion gebundene Spiritualität praktiziert. Häufig sehen wir bei unseren Mitgliedern Einflüsse des Buddhismus, aber auch des Hinduismus, der Bahá’í, oder natürlich des Christentums. Viele dieser Mitglieder verbinden Spiritualität mit Ökologie und Nachhaltigkeit und sehen beide Grundorientierungen als wichtigen Teil ihrer sozialen Vernetzung. Auch Meditation oder Yoga spielen für diese Mitglieder oft eine große Rolle.
  • Personen, die keine starke Haltung zu Spiritualität haben: Diese Personen können gegebenenfalls in einzelnen Aspekten auch spirituell interessiert sein, sie sehen kein Problem darin, wenn ihre Partner:innen oder Freund:innen spirituell sind.
  • Dezidiert atheistisch, religionskritisch denkende Menschen: Diese Mitglieder unserer Dating-Community sind kritisch gegenüber den meisten oder allen Formen der Spiritualität eingestellt. Sie können sich oft eine Partnerschaft, jedenfalls mit hochgradig spirituellen Menschen, nicht vorstellen.

Bei der Partnervermittlung und der Freundschaftsvermittlung achten wir darauf, dass keine kompetenten Gegensätze bei der Haltung zu Spiritualität bestehen. Bei den Projekten und Gemeinschaften suchen sich unsere Mitglieder selbst das passende Projekt aus den entsprechenden Community-Kontaktlisten heraus.

Es genügt also nicht, einfach umweltbewusste Menschen in einer Dating-Community zu versammeln. Dabei ist es auch entscheidend, weitere zentrale Elemente von Lebensüberzeugungen und Lebenspraktiken mit heranzuziehen, um tatsächlich zueinander passende Menschen zu finden.

Dabei dürfen Unterschiede bestehen bleiben, sie können sogar bereichernd sein. Entscheidend ist, dass die Basis da ist, auf der beziehungsbezogene Kompatibilität gemeinsam in Liebesbeziehungen, Freundschaften und Gemeinschaften aufgebaut werden kann.

Gemeinschaft, Projekte und die Gleichklang-Community

Gleichklang ist nicht nur eine Partnervermittlung oder Datingseite, sondern bei uns stehen auch Projekte und Gemeinschaften im Vordergrund unserer Tätigkeit:

  • Bei Gleichklang gibt es Community-Kontaktlisten. Dort werden Projekte und Gemeinschaften vorgestellt, Gründungsideen formuliert. Wer interessiert ist, kann in direkten Kontakt treten und so gemeinsam den Aufbau einer Gemeinschaft vorantreiben oder auch einem bereits bestehenden Projekt oder einer bestehenden Gemeinschaft beitreten.

Es gibt folgende Voraussetzungen für den Eintrag eines Projektes oder einer Gemeinschaft bei Gleichlang:

  • Gemeinschaften und Projekte bei Gleichklang müssen ökologisch und nachhaltig orientiert sein, sie dürfen nicht mit der Ausbeutung oder Tötung von Tieren verbunden sein, zeigen aber ansonsten ein breites Spektrum: Sie schließen etwa spirituelle und politische Projekte, generationsübergreifendes Zusammenleben, lokale Initiativen, aber auch eigeninitiativ ins Leben gerufene „Gleichklang-Stammtische“ ein.

Das Spektrum der auf unseren Kontaktlisten eingetragenen Ideen und Initiativen ist dabei tatsächlich sehr vielfältig:

  • Eingestellt sind Initiativen zur solidarischen Landwirtschaft, urbane Gartenprojekte, Reparaturtreffs, Tierschutzarbeit, soziale Kreise. Es geht hier um Verbindungen, die über ein klassisches Dating hinausgehen und Kooperationen, Wohn- und Lebensgemeinschaften, politisches Engagement und Arbeitsgruppen einbeziehen.

Gemeinschaft als zweiter Weg zu Beziehung und Freundschaft

Die Gemeinschaftsfindung bei Gleichklang ist gleichzeitig ein zweiter Weg, auf dem sich über gemeinsame Themen und Projekte langfristig ebenfalls Freundschaften und Liebesbeziehungen entwickeln.

Beim ökologischen Dating bei Gleichklang geht es um die Fähigkeit, den eigenen Alltag mit dem eigenen Wertsystem zusammenzubringen, und um die Suche nach Menschen, die diese Übereinstimmung von Alltag und ökologischen Werten ebenfalls leben möchten. Gleichklang ist so der Ort für Dating, Partnersuche und Kennenlernen von Freundinnen und Freunden unter klimabewussten, umweltbewussten und nachhaltig lebenden Menschen.

Genau an diese Menschen richtet sich Gleichklang auch in Außendarstellung und Marketing:

  • Singles und andere, die aus ökologischer Überzeugung heraus Beziehungen, Freundschaften, Projekte und Gemeinschaften suchen. Für Mitglieder von Gleichklang sind Liebe und Freundschaft eng verknüpft mit Umweltbezug, Ökologie, Nachhaltigkeit und der eigenen Alltagsführung.

Indem wir die ökologische und nachhaltige Orientierung in unserer Außendarstellung in den Vordergrund stellen, machen wir es möglich, dass sich bei Gleichklang tatsächlich umweltbewusste Singles und andere für Liebesbeziehungen, Freundschaften, Projekte und Gemeinschaften finden. Die Außendarstellung von Gleichklang als Green-Dating Community ist von daher auch ein zentraler Inhaltsaspekt.

Grunddimensionen ökologisch-nachhaltigen Denkens und Handelns

Ökologisch-nachhaltiges Denken und Handeln lässt sich in mehrere Grunddimensionen unterteilen. Auch ökologisch denkende Menschen unterscheiden sich darin, in welchen Dimensionen sie stärker oder schwächer ausgeprägt sind. Eine insgesamt in sehr hohem Ausmaß konsistente ökologische und nachhaltige Orientierung liegt dort vor, wo alle Dimensionen repräsentiert sind. Dies ist die Kerngruppe unserer Mitglieder, um die sich aber die Mehrheit gruppiert, die ebenfalls ökologisch und nachhaltig orientiert ist, aber im Alltag und in den Einstellungen Schwankungen zeigt.

Werte- und Verantwortungsorientierung: Grundüberzeugung, dass das eigene Handeln Folgen für Klima, Umwelt, Artenvielfalt und kommende Generationen hat, und dass daraus Verantwortung und Selbstbindung folgen.

  • Konsum- und Beschaffungsstil: Bewusstes Kaufen und Nutzen, weniger, langlebiger, reparieren, wiederverwenden, Secondhand, Vermeidung von Impulskäufen, Priorität auf Qualität statt Menge.
  • Ernährungs- und Lebensmittelsystem-Orientierung: Ausrichtung der Ernährung an Umwelt- und ggf. Tierethik: pflanzenbetonte Kost, vegan, mindestens starke Reduktion tierischer Produkte, Bio/Regional/Saisonal, naturkostnahes Einkaufsverhalten, Minimierung von Lebensmittelverschwendung.
  • Ressourcen- und Energiepraxis: Konsequente Reduktion von Energie- und Ressourcenverbrauch im Alltag: Heizen/Kühlen, Strom, Wasser, Haushaltsgeräte, Wohnfläche, Effizienz und Suffizienz als Leitprinzip.
  • Mobilitäts- und Reiseorientierung: Bevorzugung emissionsärmerer Mobilität: ÖPNV, Fahrrad, zu Fuß, Carsharing; bewusster Umgang mit Flugreisen und Langstrecken; Reiseentscheidungen als Ausdruck von Klimaverantwortung.
  • Material- und Abfallpraxis: Systematische Müllvermeidung und Kreislaufdenken: unverpackt/low waste, Wiederbefüllung, Recycling nur als nachgeordnetes Mittel, Trennung, Upcycling, Reparaturkultur.
  • Natur- und Biodiversitätsorientierung: Aktive Bedeutung von Natur und Artenvielfalt, naturnahe Lebensführung, Interesse an Biodiversität, naturschutzbezogene Entscheidungen (Garten/Balkon, Licht, Flächenverbrauch), Schutz sensibler Ökosysteme.
  • Sozial- und Gerechtigkeitsorientierung: Verknüpfung von Ökologie mit Fairness, Klimagerechtigkeit, globaler Verantwortung, sozialen Folgen von Konsum- und Lieferketten, Fair-Trade-Bezügen, Gemeinwohlperspektive.
  • Politisches Engagement: Bereitschaft, über das Private hinaus zu wirken, Beteiligung an Initiativen, NGOs, lokalen Projekten, Energiegenossenschaften, SoLaWi, Bürgerinitiativen, Widerstand gegen Klimakrise und Umweltzerstörung, Baumbesetzungen, Protestaktionen, Letzte Generation, Extinction Rebellion, Fridays for Future, Ende Gelände, Robin Wood, Earth First!, Climate Justice Action, System Change not Climate Change sowie weiteren Formen des organisierten Klimawiderstands. Dieses Engagement kann bis hin zu konsequentem zivilen Ungehorsam, Blockaden, Besetzungen und direkten Aktionen gegen fossile Infrastruktur, industrielle Großprojekte und umweltzerstörende Strukturen reichen. Friedfertigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Respekt vor dem Leben sowie die körperliche und seelische Unversehrtheit von Menschen und Tieren stehen dabei stets an erster Stelle. Solches politisches Handeln ist Ausdruck einer ethisch begründeten ökologischen Praxis – auch dann, wenn staatliche Strukturen sowie Akteure aus Industrie und fossiler Energiewirtschaft weltweit erhebliche Anstrengungen unternehmen, um diesen Protest zu delegitimieren, zu kriminalisieren oder zu diskreditieren. Viele Mitglieder von Gleichklang sind tiefgreifend in links-, emanzipatorischen und progressiven Bezügen verankert. Andere sehen sich als Teil der grünen Bewegung, wobei sie oftmals die spezifischen politischen Repräsentant:innen und Parteien aber eher als kleineres Übel erleben. Eine Umfrage unter Gleichlang-Mitgliedern zeigte, dass wir uns als Dating-Community fast auf einem anderen Planeten bewegen als die Mainstream-Dating-Apps, Singlebörsen oder andere Partnervermittlungen.
  • Alltagskonsistenz und Selbstregulation: Fähigkeit, ökologische Ziele langfristig stabil umzusetzen, Routinen, Prioritätensetzung, Umgang mit Konflikten und sozialen Reibungen innerhalb der Community ökologisch orientierter Menschen, Selbstregulation, um ökologisch handeln zu können.

Es sind diese zehn Grunddimensionen ökologisch-nachhaltigen Denkens und Handelns, aus denen sich wichtige Implikationen für Liebesbeziehungen, Freundschaften und für soziale Kontakte überhaupt ergeben.

Genau an diesen Implikationen setzen wir als Dating-Plattform an, Menschen zusammenzuführen, bei denen die Chancen hoch sind, dass sie einen glücklichen Beziehungsalltag miteinander aufbauen können, ob in Liebesbeziehungen, Freundschaften, als Reisepartner:innen oder in Projekten und Gemeinschaften.

Ökologische Grunddimensionen und ihre Bedeutung für Beziehungen

Alle diese zehn Grunddimensionen sind handlungsrelevant und greifen damit auch in zwischenmenschliche Beziehungen, Freundschaften und Partnerschaften ein.

Genau deshalb ist es zentral, sie bei Dating und Partnersuche zu berücksichtigen. Finden Menschen zusammen, die in diesen 10 Grunddimensionen ökologischer und nachhaltiger Orientierung eine gute ökologische Kompatibilität aufbauen können, wird es ihnen gelingen, gemeinsam Sinn, Lebenssinn und damit auch ein wechselseitiges Lebensglück zu ermöglichen.

Deswegen legen wir bei unserem Green-Dating bei Gleichklang eine Kompatibilität in diesen Grunddimensionen zugrunde. Gleichzeitig unterstützen wir durch unseren Außenauftritt, durch unsere Blogartikel Menschen dabei, zu ökologischen Grundhaltungen zu finden und diese in ihrem Alltag und in ihren Beziehungen umzusetzen.

Solche ökologisch motivierten Beziehungen tragen gleichzeitig dazu bei, unsere Welt ein Stück weit besser zu machen.

Dies sind (in Kurzform) die entscheidenden Implikationen der zehn Grunddimensionen für unsere Beziehungen und damit auch für Dating und Partnersuche:

  • Werte- und Verantwortungsdimension: Gemeinsame Grundüberzeugungen zu Klima, Umwelt und Artenvielfalt reduzieren grundlegende Wertekonflikte und ermöglichen eine stabile gemeinsame Zukunftsorientierung.
  • Konsum- und Beschaffungsdimension: Ähnliche Maßstäbe beim Kaufen, Besitzen, Reparieren und Wiederverwenden verhindern Alltagsreibungen, die sich sonst in wiederkehrenden Konflikten über Geld, Status und Lebensstil ausdrücken.
  • Ernährungs- und Lebensmitteldimension: Kompatibilität bei Ernährung und Lebensmittelwahl erleichtert den gemeinsamen Alltag, gemeinsames Essen und gemeinsame soziale Situationen und reduziert dauerhafte Spannungen durch unterschiedliche Ess- und Einkaufspraktiken.
  • Ressourcen- und Energiedimension: Übereinstimmung im Umgang mit Energie, Wohnen und Ressourcen schafft Alltagspassung, insbesondere in gemeinsamer Haushaltsführung, Wohnentscheidungen und langfristigen Lebensplänen.
  • Mobilitäts- und Reisedimension: Ähnliche Mobilitäts- und Reiseentscheidungen sind zentral für gemeinsame Freizeitgestaltung, Urlaubsplanung, Wohnortfragen und Distanzmanagement und verhindern Grundsatzkonflikte über Fliegen, Auto oder Lebensradius.
  • Abfall- und Kreislaufdimension: Gemeinsame Routinen zu Müllvermeidung, Mehrweg, Unverpackt, Reparatur und Upcycling erleichtern das Zusammenleben und stärken das Gefühl geteilter Praxis statt ständiger Aushandlung.
  • Natur- und Biodiversitätsdimension: Eine ähnliche Natur- und Biodiversitätsorientierung beeinflusst Freizeit, Wohnumfeld, Umgang mit Garten/Balkon, Haustieren und naturnahen Aktivitäten und stiftet gemeinsame emotionale Anker.
  • Gerechtigkeits- und Lieferkettendimension: Übereinstimmende Vorstellungen zu Fairness, globaler Verantwortung und Lieferketten führen zu gemeinsamer moralischer Kohärenz und reduzieren Konflikte über „richtig“ und „vertretbar“.
  • Politisches Engagement: Ähnliche Bereitschaft zu Engagement, Projekten und gesellschaftlicher Beteiligung, Widerstand schafft Passung in Zeitbudget, sozialem Umfeld und Lebensgestaltung und verhindert Friktionen zwischen Aktivismus und Rückzug.
  • Konsistenz- und Selbstregulationsdimension: Vergleichbare Stabilität in Routinen, Prioritätensetzung und Umgang mit Konflikten ermöglicht nachhaltige Verlässlichkeit, reduziert Enttäuschungen und unterstützt eine langfristig tragfähige gemeinsame Beziehungsführung.

Die vier Bereiche des Datings bei Gleichklang

Das Dating bei Gleichklang umfasst, wie bereits ansatzweise in diesem Artikel dargestellt, die vier Bereiche der Partnersuche und Partnervermittlung, Freunde finden und Freundschaftsvermittlung, Reisepartner:innen sowie Projekte und Gemeinschaften.

Dies begründet sich darin, dass – wie ökologische Systeme, unser Klima sowie unser Planet als Ganzes – auch wir Menschen miteinander vernetzte Systeme sind, die mehr sind als ihre Teile und deren Teile gleichzeitig maßgeblich durch das Ganze beeinflusst werden.

Für Partnersuche und Partnervermittlung, Freunde finden und Freundschaftsvermittlung, Reisen sowie Projekte und Gemeinschaften ergeben sich in den zehn Dimensionen so ökologisch nachhaltigen Denkens und Handelns folgende Auswirkungen auf unsere Beziehungen:

  • Partnersuche und Partnervermittlung: In der Partnersuche und Partnervermittlung entscheidet die ökologische Kompatibilität, ob wir miteinander einen gemeinsam tragfähigen Alltag aufbauen können. Wenn wir in der Werte- und Verantwortungsdimension in dieselbe Richtung denken, können wir besser miteinander planen und unsere Zukunft an gemeinsamen Maßstäben ausrichten. Wenn wir in Fragen des Konsums auf einer Linie sind, lässt sich unser Lebensstil so gestalten, dass er sich stimmig anfühlt und sich im Alltag ohne Reibungsverluste trägt. Wenn wir bei Ernährung und Lebensmittelsystemen gut zusammenpassen, werden gemeinsames Essen, gemeinsames Einkaufen und das Leben in sozialen Situationen zu einer selbstverständlich geteilten Praxis. Wenn wir im Umgang mit Ressourcen und Energie vergleichbare Prioritäten setzen, können wir Wohnen, Haushaltsführung und langfristige Lebensentscheidungen konsequent und verlässlich gestalten. Wenn wir bei Mobilität und Reisen ein gemeinsames Verständnis haben, finden wir leichter einen gemeinsamen Lebensradius und eine Reise- und Freizeitgestaltung, die zu unseren ökologischen Maßstäben passt. Wenn wir in Abfall- und Kreislaufpraxis in denselben Routinen zu Hause sind, entsteht ein Alltag, der sich vereinfacht und unsere ökologische Ausrichtung stabil macht. Wenn wir Natur- und Biodiversitätsorientierung teilen, finden wir gemeinsame emotionale Anker, Freizeitformen und Vorstellungen davon, wo und wie wir leben möchten. Wenn wir Gerechtigkeits- und Lieferkettenfragen im Kern gleich bewerten, können wir Entscheidungen kohärent treffen und unser Handeln als fair und verantwortbar erleben. Wenn wir Engagement und gesellschaftliche Beteiligung in ähnlicher Weise gewichten, fügen sich Zeitbudget, soziales Umfeld und Lebensgestaltung gut zusammen. Wenn wir schließlich in Konsistenz und Selbstregulation aufeinander abgestimmt sind, wird ökologische Praxis zu einem stabilen gemeinsamen Weg, der Verlässlichkeit schafft und Beziehung langfristig trägt.
  • Freunde finden und Freundschaftsvermittlung: In der Freundschaftssuche und Freundschaftsvermittlung entscheidet ökologische Passung, ob wir unsere frei gewählte gemeinsame Zeit so gestalten können, dass sie verbindet und stärkt. Wenn wir in der Werte- und Verantwortungsdimension dieselbe Grundrichtung haben, können Gespräche über Klima, Umwelt und Zukunft zu einem verbindenden Teil unserer Freundschaft werden. Wenn wir im Konsumverständnis zusammenfinden, entstehen gemeinsame Formen der Freizeitgestaltung, die nicht über Kaufen und Konsum laufen, sondern über Erleben, Austausch und gemeinsame Unternehmungen. Wenn wir bei Ernährung und Lebensmittelsystemen zueinanderpassen, wird gemeinsames Kochen, Essengehen oder Einladen unkompliziert, weil sich unsere Maßstäbe ohne Anstrengung zusammenfügen. Wenn wir in Mobilität und Reisen denselben Stil bevorzugen, werden Ausflüge, Wochenendtouren und gemeinsame Aktivitäten leichter planbar, weil die Art, wie wir uns bewegen, Teil unserer gemeinsamen Praxis wird. Wenn wir Natur- und Biodiversitätsorientierung gemeinsam leben, entstehen Freundschaften oft besonders schnell, weil gemeinsame Zeit draußen, in Natur, Garten oder Landschaft, nicht nur Aktivität, sondern gemeinsamer Sinnraum ist. Wenn wir in Abfall- und Kreislaufpraxis auf derselben Spur sind, passen Gewohnheiten bei Treffen, unterwegs und in gemeinsamen Unternehmungen selbstverständlich zusammen. Wenn wir Gerechtigkeits- und Lieferkettenfragen ähnlich verorten, können wir Orte, Produkte und Aktivitäten so wählen, dass sie sich für beide stimmig und verantwortbar anfühlen. Wenn wir Engagement und gesellschaftliche Beteiligung in vergleichbarer Weise leben, können Freundschaften auch in Projekte, Initiativen und gemeinsames Tun hineinwachsen. Wenn wir schließlich in Konsistenz und Selbstregulation gut aufeinander eingespielt sind, wird Freundschaft zu einer stabilen Verbundenheit, die Lebensfreude, Halt und seelische Stabilität geben kann, weil sie auf geteilter Praxis und nicht nur auf Sympathie beruht.
  • Reisepartner und Reisepartnerinnen finden: Beim Finden von Reisepartnern und Reisepartnerinnen entscheidet ökologische Übereinkunft, ob wir unterwegs eine gemeinsame Lebenspraxis leben können, die die Reise möglich macht und mit positiver Gemeinsamkeit verbindet. Wenn wir bei Mobilität und Reisen im selben Verständnis unterwegs sind, können wir Ziele, Wege und Tempo so wählen, dass sie zu unseren Maßstäben passen, und Reise wird zu einem gemeinsamen Ausdruck unserer Werte. Wenn wir im Umgang mit Ressourcen und Energie denselben Rahmen haben, wird der Umgang mit Unterkunft, Komfort, Energie und Wasser zu einer Routine, aus der sich keine Konflikte ergeben. Wenn wir in Abfall- und Kreislaufpraxis zusammenpassen, können wir unterwegs Mehrweg, Müllvermeidung und bewusste Versorgung leicht umsetzen, ohne dass Spannungen auftreten. Wir lernen voneinander. Wenn wir beim Konsum die gleiche Haltung einnehmen, wird Reise nicht zur Konsumveranstaltung, sondern mehr zum Erleben von Orten, Menschen und Natur; getragen von Einfachheit wird dies möglich. Wenn wir bei Ernährung und Lebensmittelsystemen gut zusammenfinden, lässt sich Versorgung so gestalten, dass sie die Reise erleichtert und wir das gemeinsame Essen als wichtiges Beziehungselement erleben. Wenn wir Natur- und Biodiversitätsorientierung teilen, wird Reise zu einer Form von Wertschätzung und Verbundenheit mit Landschaften, Ökosystemen und naturnahen Erfahrungen, bei der wir darauf achten, die Naturlandschaften nicht zu belasten. Niemand wird auf dieser Reise angeln oder jagen wollen, niemand wird seinen Plastikmüll in der Natur belassen. Wenn wir Gerechtigkeits- und Lieferkettenfragen im Kern gleich bewerten, können wir Reiseentscheidungen sozial und ökologisch verantwortlich treffen und uns gegenüber den Regionen, die wir bereisen, respektvoll verhalten. Wenn wir schließlich in Konsistenz und Selbstregulation miteinander harmonieren, bleibt ökologische Praxis auch unter wechselnden Bedingungen stabil, und aus gemeinsamer Reise kann echte Verbundenheit entstehen.
  • Projekte und Gemeinschaften: In Projekten und Gemeinschaften verbindet uns ökologische Passung nicht nur in Zweierbeziehungen, sondern in einem gemeinsamen Ziel. Wenn wir uns in den zehn Grunddimensionen ökologisch nachhaltigen Denkens und Handelns wiedererkennen, können wir ein sinnvolles Vorhaben tragen, das sich als gemeinsame Lebenspraxis umsetzen lässt. Wenn wir Werte und Verantwortung in derselben Grundhaltung verstehen, richten wir unser Tun an Klima, Umwelt und Artenvielfalt aus und geben unserem Projekt eine klare Richtung. Wenn wir Natur- und Biodiversitätsorientierung zusammentragen, entsteht daraus eine naturnahe Praxis, die sich in konkreten Schutz- und Gestaltungsideen ausdrückt und uns emotional wie praktisch verbindet. Wenn wir Konsum- und Beschaffungsstil, Abfall- und Kreislaufpraxis sowie Ressourcen- und Energiepraxis aufeinander ausrichten, können wir Vorhaben dauerhaft umsetzen, weil sich aus gemeinsamen Maßstäben eine tragfähige Infrastruktur entwickelt. Wenn wir bei Mobilität und Reisen in einer gemeinsamen Linie handeln, können wir Logistik, Erreichbarkeit und Vernetzung nachhaltig planen. Wenn wir bei Ernährung und Lebensmittelsystemen gut zusammenpassen, kann Versorgung zu einem stabilen Kern gemeinschaftlicher Praxis werden. Wenn wir Gerechtigkeits- und Lieferkettenfragen im Grundsatz gleich bewerten, können wir unsere ökologische Ausrichtung zugleich global verantwortlich leben. Wenn wir Engagement und Strukturbildung gemeinsam tragen, können wir Aufgaben, Zuständigkeiten und Entscheidungen so organisieren, dass ökologische Verbindlichkeit entsteht. Wenn wir schließlich in Konsistenz und Selbstregulation aufeinander abgestimmt sind, kann ein Projekt über die Anfangsenergie hinaus stabil bleiben. Aus diesem gemeinsamen Umweltbezug heraus können sich zudem Freundschaften, Partnerschaften und Lebensgemeinschaften entwickeln, eben weil gelebte ökologische Praxis auch zwischen den beteiligten Menschen Verbundenheit begründet.

Gemeinsam ökologische Werte leben – Teil der Gleichklang-Community werden

In allen vier Feldern gilt, dass eine Übereinstimmung der Werthaltungen und eine geteilte ökologische Praxis Beziehungen trägt.

Auf dieser Grundlage haben wir bei Gleichklang die Übereinstimmung in den ökologischen Grundorientierungen und Lebenspraktiken in das Zentrum unserer Dating-Community gestellt. Auf dieser Basis bringen wir Menschen zusammen, die wertvolle und nachhaltige Beziehungen miteinander eingehen, die ihre Lebenszufriedenheit erhöhen und diese verbesserungsbedürftige Welt verbessern.

Überzeugen Sie sich selbst und machen Sie mit: JETZT ANMELDEN!