Unsere Partnersuche für Vegetarier:innen und Veganer:innen
Bei Gleichklang liegt uns die Unterstützung der Partnersuche und der Freundschaftssuche unserer veganen und vegetarischen Mitglieder besonders am Herzen. Ebenso ist es möglich, über Gleichklang vegane oder vegetarische Projekte, Kooperationen oder Gemeinschaften zu suchen und zu finden.
Gemeinsam geteilte Überzeugungen und ethisch fundierte Lebensweisen sind für partnerschaftliche Beziehungen und Freundschaften von zentraler Bedeutung. Sie ermöglichen eine tiefere Verbundenheit, weniger Konflikte und eine gemeinsame Lebensgestaltung. Deshalb gibt es bei Gleichklang seit unserer Gründung im Jahr 2006 die vegetarisch-vegane Vermittlungsoption.
Vegetarisch-vegane Option für Partnervermittlung und Freundschaftssuche
Wir erheben von allen unseren Mitgliedern, ob sie vegan oder vegetarisch leben. Wir fragen alle unsere Mitglieder zudem, ob es ihnen wichtig ist, dass ihre Partner:innen oder Freund:innen vegan oder vegetarisch leben. Diese Angaben legen wir beim psychologischen Matching zugrunde, wodurch für unsere vegetarischen und veganen Mitglieder werthaltige Partnerschaften und Freundschaften entstehen.
Prozesse der Veränderung
Aber unsere vegetarisch-vegane Vermittlungsoption richtet sich nicht nur an vegane Partnersuchende, vegetarische Partnersuchende oder Menschen, die nach Freundschaften suchen. Vielmehr ist diese Option für alle Mitglieder unserer ökologisch nachhaltigen Dating-Community ein wichtiger Hinweisgeber und Anreiz zur Veränderung im Sinne einer solidarischen Selbstoptimierung. Denn bei Gleichklang essen auch die fleischessenden Mitglieder meist nur einmal oder weniger als einmal in der Woche Fleisch. Sie sind sich grundsätzlich der ethischen und ökologischen Gründe bewusst, die für eine vegane oder vegetarische Lebensweise sprechen.
Indem wir diese Frage stellen, aktivieren wir bei ihnen die Überlegung, ob sie nicht gerne wirklich vegan oder vegetarisch leben möchten. Wir wissen aus zahlreichen Rückmeldungen, dass genau dies der Fall ist und spätestens in einer neuen Partnerschaft oder Freundschaft, die sie bei Gleichklang mit veganen oder vegetarischen Menschen gefunden haben, der Start in die eigene vegane oder vegetarische Lebensweise beginnt.
Durch unsere vegane und vegetarische Suchoption tragen wir also auch zur Ausbreitung der veganen und vegetarischen Lebensweise bei. Dies wiederum führt bei den Betreffenden zu einem Mehr an erlebter ethischer Konsistenz, was eine höhere Zufriedenheit mit dem eigenen Selbst ermöglicht.
Wie sehen wir Vegetarismus und Veganismus?
Wir sehen ein Spektrum pflanzenbasierter Lebensweisen und glauben, dass viele Menschen sich noch auf unterschiedlichen Punkten eines Weges befinden, der aber zum gleichen Ziel führt. Im Veganismus wird dieses Ziel erreicht, indem wir beginnen, als Menschen unsere Umwelt maximal zu schützen, Tierleid in größtmöglichem Ausmaß zu mindern und dadurch gleichzeitig eine maximale Konsistenz zwischen unseren Werten und Handlungen zu erleben.
Die große Mehrheit aller Veganer:innen war einst vegetarisch, und die meisten, die jetzt vegan werden, waren zuvor vegetarisch. Mit der vegetarisch-veganen Option möchten wir das Voranschreiten auf diesem Weg für alle unterstützen: für Fleischesser:innen, die vegetarisch werden, für Vegetarier:innen, die vegan werden, wobei viele aber immer öfter auch den direkten Schritt vom Fleischkonsum zum Veganismus tun.
Vegetarismus als Oberbegriff
Vegetarismus bezieht sich auf eine Ernährungsweise und Lebensweise, die auf den Konsum von Fleisch und Fisch verzichtet. Gelegentlich bezeichnen sich auch Menschen, die Fisch essen, als Vegetarier, weil sie auf andere Fleischprodukte verzichten. Der Konsum von Fisch ist aber tatsächlich mit dem Vegetarismus nicht vereinbar und die entsprechende Selbstbezeichnung ist daher in diesem Fall widersinnig.
Innerhalb des Vegetarismus lassen sich unterschiedliche Spielarten differenzieren:
- Veganer kommen dem Ideal einer rein vegetabilen Ernährungs- und Lebensweise insofern am nächsten, als dass sie konsequent auf den Konsum jedweder tierischer Produkte, einschließlich Eier, Milchprodukte und Honig, aber auch auf Leder und Wolle zu Bekleidungszwecken verzichten. Vermieden werden auch verdeckte tierische Produkte, in denen beispielsweise Gelatine oder Lab enthalten ist. Der Veganismus versteht sich als konsequente Umsetzung einer radikal vegetarischen Ernährungs- und Lebensweise.
- Ovo-Lacto-Vegetarier verzichten auf den Konsum von Fleisch und Fisch, idealtypischerweise auch auf das Tragen von Leder zu Bekleidungszwecken. Sie konsumieren aber in Form von Milch und Eiern sowie in der Regel auch Honig und Wolle weiterhin Produkte tierischen Ursprungs. Noch einmal unterschieden werden können die reinen Lacto-Vegetarier, die auf Eier verzichten, sowie die Ovo-Vegetarier, die keine Milchprodukte, wohl aber Eier verzehren.
- Es gibt verschiedene Motive für eine vegetarische Lebensweise, wobei als die beiden Hauptstränge der Argumentation der ethische Vegetarismus von einem Vegetarismus aus Gesundheitsgründen unterschieden werden kann. Des weiteren gibt es noch einen ökologischen und sozialen Vegetarismus sowie einen religiösen Vegetarismus, wobei letzterer teilweise, aber nicht vollständig mit dem ethischen Vegetarismus überlappt. Schließlich kann auch noch von einem ästhetischen Vegetarismus gesprochen werden.
Vegetarismus und Tierrechte
Der ethische Vegetarismus fordert eine vegetarische Ernährungsweise und Lebensweise aus Anerkennung der Rechte der Tiere auf Leben und Unversehrtheit. Die Tötung von Tieren zu Zwecken der menschlichen Ernährung und Bekleidung wird von ethisch motivierten Vegetariern für inakzeptabel gehalten. Hauptbegründung für einen entsprechend ethisch motivierten Vegetarismus ist die Sachlage, dass es sich bei Tieren um leidensfähige Wesen handelt, die ebenso wie der Mensch über ein natürliches Bedürfnis zur Selbsterhaltung verfügen und versuchen, für sie unangenehme, schmerzhafte oder gefährliche Situationen zu vermeiden.
Argumente gegen einen ethischen Vegetarismus zielen oftmals auf die Natur ab, in der auch Raubtiere andere Tiere töten und verzehren. Diese Argumentation unterliegt jedoch dem Fehlschluss von Ist auf Soll, setzt den Menschen unreflektiert mit einem Raubtier gleich und übersieht dabei die Möglichkeit des Menschen, aus eigener Entscheidung eine vegetarische Lebensweise zu wählen. Tatsache ist, dass der Mensch nicht dazu gezwungen ist, andere Tiere für seine Ernährung oder Bekleidung zu töten, sondern dass eine vegetarische Lebensweise möglich ist.
Veganismus als konsequente Form des Vegetarismus
Vertreter des Veganismus weisen auf eine Inkonsequenz in der nicht veganen vegetarischen Ernährungsweise und Lebensweise hin: Die Produktion von Milch und Eiern ist in unserer Gesellschaft notwendigerweise an die Fleischindustrie gekoppelt. Bei der Eierproduktion beginnt dies bereits mit der Aussonderung und Tötung der männlichen Küken, aber auch bei der Milchproduktion sind Schwangerschaften der Kühe erforderlich und der größte Teil der männlichen Kälber wird nach kurzer Mast getötet. Ebenso werden Hühner und Kühe getötet, wenn sie nicht mehr genügend Eier oder Milch geben. Eier, Milch und Fleischindustrie sind so eng miteinander verzahnt und einander bedingend, dass der Konsum von Milch und Eiern letztlich nicht von der Tötung der Tiere zu trennen ist.
Spektrum pflanzenbasiert
Auch wenn es nicht-veganen Vegetariern nicht gelingt, sich konsequent aus der Tierproduktion auszuklinken, ist dennoch auch aus veganer Sicht der Verzicht auf Fleisch, Fisch und Leder bereits als ein signifikanter Fortschritt zu betrachten. Denn hierdurch wird wenigstens ein Bewusstsein für das Recht der Tiere auf Leben in der Gesellschaft geschaffen, und auch das Ausmaß der Fleischproduktion und des damit assoziierten Tierleides ließe sich bereits durch eine nicht vegane, vegetarische Ernährungs- und Lebensweise wenigstens begrenzen.
Motive des Vegetarismus
Gesundheit und Vegetarismus
Vegetarismus aus Gesundheitsgründen weist auf gesundheitsschädigende Auswirkungen des Fleischkonsums hin. Während eine im Durchschnitt bessere Gesundheit von Vegetariern und im Übrigen auch entgegen Mutmaßungen von Veganern wissenschaftlich gesichert ist, ist eine rein gesundheitliche Argumentation dennoch zu kurzgreifend, weil sie die ethischen Aspekte des Tierleids, welches durch die Fleischgesellschaft geschaffen wird, übersieht und damit das fundamentalere Argument für eine vegetarische Lebensweise ausblendet.:
- Eine rein gesundheitsbezogene Argumentation könnte insofern auch beginnen, quantitativ zu differenzieren und geringe Mengen an Fleischkonsum zuzulassen, was jedoch dem Vegetarismus grundlegend widerspricht.
Im Regelfall sind jedoch ethischer und gesundheitsbezogener Vegetarismus miteinander kombiniert. Viele Vegetarier möchten auch gesundheitlich von der vegetarischen Lebensweise profitieren, ohne aber das Leid der Tiere, welches die vegetarische Lebensweise vermeiden möchte, als wichtiges Motiv zu vergessen. Dabei werden auch von primär ethisch motivierten Vegetariern gesundheitsbezogene Argumente eingesetzt, um eine erhöhte Akzeptanz und Verbreitung vegetarischer Lebensweisen zu erreichen.
Ökologische Motive
Vegetarismus aus ökologischen und sozialen Gründen betont die destruktiven Auswirkungen des Fleischkonsums auf unser Ökosystem und auf die Welternährungssituation. Um den Fleischkonsum zu gewährleisten, werden Wälder gerodet und Soja-Monokulturen geschaffen, deren wertvolles pflanzliches Protein dann mit großem Verlust an Tiere verfüttert wird, über deren Schlachtung ein sehr viel geringerer Anteil von Protein letztlich für die menschliche Ernährung zur Verfügung gestellt wird.
Sozial-ökologisches Motiv
Nicht nur ökologischer Zerstörung ist die Folge, sondern auch der Welthunger wird durch die Fleischindustrie maßgeblich gefördert, weil wertvolle pflanzliche Lebensmittel nicht den Menschen direkt zur Verfügung gestellt werden, sondern den Massenfleischkonsum der Industrieländer finanzieren. Zudem erzeugt die Massentierhaltung auch direkt klimaschädigende Gase. Untersuchungen zeigen, dass Vegetarier deutlich klimaschonender leben, wobei allerdings zwischen den am klimafreundlichsten lebenden Veganern und anderen Vegetariern noch einmal ein großer Unterschied besteht. Mit einer vegetarischen und noch stärker mit einer veganen Lebensweise können Menschen so einen wichtigen Beitrag zu Umweltschutz und Naturschutz leisten.
- Lesen Sie auch unsere Dating-Tipps für vegane Singles oder unsere Dating-Tipps für vegetarische Singles
Die ökologisch-soziale Argumentation für einen Vegetarismus ist in sich schlüssig und weist auf die destruktiven Auswirkungen des Fleischkonsums auf unser Ökosystem wie auf die menschliche Gesellschaft hin. Eine rein ökologisch-soziale Argumentation würde aber das Leid der Tiere ausblenden und damit das wesentliche Begründungsfundament des Vegetarismus ignorieren. Entsprechend ließe sich eine rein sozial-ökologische Argumentation auch mit stark reduziertem Fleischkonsum vereinbaren, da die Tötung der Tiere an sich nicht als kritikwürdig betrachtet wird.
Im Regelfall ist der sozial-ökologische Vegetarismus jedoch in einen übergeordneten ethischen Vegetarismus eingebunden und verweist damit auf wesentliche zusätzliche Aspekte, ohne das zentrale Anliegen der vegetarischen Bewegung, nämlich den Schutz des tierischen Lebens, zu beschädigen. Ökologisch-soziale Argumente eignen sich dabei auch, selbst bei denjenigen eine Akzeptanz für eine vegetarische Lebensweise zu fördern, denen es nach wie vor an einem Bewusstsein über die Verwandtschaft zwischen Mensch und Tier und der Leidensfähigkeit der Tiere fehlt.
Religiöse Motive für Vegetarismus
Religiöse Formen des Vegetarismus lehnen den Verzehr von Tieren aus religiösen Gründen ab. Eine diesbezüglich gänzlich stringente Sichtweise vertritt etwa der Jainismus als kleine Religion in Indien, aber auch maßgebliche hinduistische und buddhistische Richtungen fordern eine vegetarische Lebensart. Seltener, aber dennoch signifikant, gibt es auch christliche und islamische Richtungen, die für den Vegetarismus plädieren. Die religiöse Argumentation ist, ähnlich wie der ethische Vegetarismus, teilweise an das Leid der Tiere gebunden, andererseits treten aber andere Aspekte, wie das eigene Seelenheil, hinzu, und oftmals wird auch keine komplett vegetarische Lebensweise gefordert. Religiöse Rechtfertigungen sind insofern an partikuläre Bekenntnisse gebunden, als ihnen die universale Ausstrahlung als Argumentation für eine vegetarische Lebensweise fehlt. Dennoch ist es zu begrüßen und dient der Verbreitung des Vegetarismus, wenn spirituelle Gründe für ihn angebracht werden.
Ästhetische Motive
Schließlich gibt es ästhetische Argumente, die den Konsum von Fleisch als unschön betrachten, wobei eine Koppelung mit Gefühlen von Ekel und Aversion vorliegt. Während diese Argumentation sicherlich viele schlüssige Elemente enthält, ist sie jedoch subjektivistisch und es fehlt ihr der Fundamentalcharakter, den letztlich allein der konsequent am zu beendenden Leid der Tiere ausgerichtete ethische Vegetarismus aufweist. Dies schließt nicht aus, dass auch ästhetische Argumente im Hinblick auf die in der Tat ekelhaften und bei jedem Menschen mit „gesunden Empfindungen“ entsprechend ekelerregenden Praktiken der Fleischindustrie vorgebracht werden, um die Ausbreitung des Vegetarismus zu fördern. Diese ästhetischen Motive können insofern auch als Ausdruck von Achtsamkeit erachtet werden.
Eine umfassende neue Umfrage unseres Webportals vegan.eu hat gezeigt, dass sich im deutschsprachigen Raum die Motive für eine vegane Lebensweise auf drei Grundkomponenten reduzieren lassen:
- tierethische Überlegungen
- Ökologie und Politik
- Gesundheit und Körper
Dabei dominieren die tierethischen Überlegungen. Gesundheitliche sowie ökologisch-politische Erwägungen sind typischerweise eher ergänzende Motive für die vegane Lebensweise. Während sich in dieser Umfrage im deutschsprachigen Bereich kaum religiös-spirituelle Motive zeigten, wäre dies beispielsweise in buddhistischen Ländern sicherlich komplett anders.
Vegetarismus zwischen Einsicht und Handeln
Dem Vegetarismus steht eine mächtige Industrie entgegen, die ihre Gewinne mit der Ausbeutung und Tötung von Tieren erzielt. Von dieser Industrie gefördert, aber andererseits diese Industrie auch mitbedingt und ermöglichend, liegt bei vielen Menschen eine Indifferenz und Gedankenlosigkeit vor, die dazu führt, dass sie sich einerseits nicht selten als Tierfreunde verstehen, andererseits aber Tiere töten lassen, um sie zu verzehren.
Dabei ist aber in reflektierten Diskussionen immer wieder feststellbar, dass vielen letztlich bewusst ist, dass die Tötung der Tiere für ihre Ernährung problematisch ist, dass dieses teilweise gegebene Bewusstsein aber immer wieder zurückgedrängt wird, um sich den scheinbar nicht verzichtbaren Fleischkonsum zu erlauben. Vegetarier und am deutlichsten Veganer leisten hier eine wichtige Modellfunktion, indem sie ihren Mitmenschen immer wieder nicht nur verbal, sondern durch ihr gelebtes Beispiel vor Augen führen, dass eine Ernährung und Bekleidung ohne die Tötung von Tieren möglich und auch individuell umsetzbar ist.
Selbst die Tierausbeutungs- und Tiertötungsindustrie kann sich den Argumenten der vegetarischen Bewegung nicht gänzlich verschließen und versucht, vor Augen zu führen, dass das Leid der Tiere minimiert werden kann. Auch wenn es sich hierbei nahezu ausnahmslos um leicht widerlegbare Schönrednerei und Propaganda handelt, erkennt damit selbst diese Industrie die Leidensfähigkeit der durch sie getöteten Tiere an, was eigentlich zu ihrer Abschaffung führen müsste.
Manche Diskurse gegen die vegetarische Lebensweise unterstellen dieser, sich auf die Tiere zu konzentrieren und dabei den Menschen zu übersehen. Vegetarismus wird in dieser Sichtweise nahezu mit reaktionären Denkweisen und Ausbeutungssystemen gleichgesetzt, was jedoch jeder sachlichen Korrektheit entbehrt. Tatsächlich ist dem Vegetarismus in seiner ethischen Argumentationsbasis eine unbedingte Menschenliebe inhärent. Die Menschen sollen nicht den Tieren geopfert werden, sondern ihre Rechte sollen ebenso geachtet werden, wie es erforderlich ist, sich für die Menschenrechte einzusetzen. Indem der Vegetarismus die Tiertötung abschaffen möchte, setzt er gleichzeitig auch die Schwelle zur Tötung von Menschen durch Krieg und Todesstrafe herauf.
Allerdings darf nicht verschwiegen werden, dass es innerhalb der Tierrechtsbewegung Tendenzen gab und gibt, insbesondere assoziiert mit der Person von Peter Singer, Tierrechte gegen Menschenrechte auszuspielen und am Ende für ein Lebensrecht nach Maßgabe der (vermuteten) intellektuellen Befähigung zu plädieren. Diese hochgradig bedenkliche und menschenunwürdige Argumentation geht so weit, das Lebensrecht behinderter und erkrankter Menschen infrage zu stellen und art- wie individuumbezogene Rangordnungen der Lebenswürdigkeit aufzustellen.
Dem stellen wir uns bei Gleichklang entgegen und treten uneingeschränkt für die Lebensrechte aller, für eine inklusive Gesellschaft sowie für inklusives Dating und eine inklusive Partnersuche ein.
Die vegetarische Bewegung tut gut daran, sich von derartigen, in ihren möglichen Konsequenzen sogar bei Umsetzung verbrecherischen Gedankensystemen kompromisslos zu distanzieren und den menschenfreundlichen wie tierfreundlichen Standpunkt des Vegetarismus uneingeschränkt in den Mittelpunkt zu stellen.
Wie oft leben Menschen vegetarisch oder vegan?
Bezüglich der Verbreitung von Vegetarismus und Veganismus ist festzustellen, dass Angaben zur Anzahl von Vegetariern stark schwanken, je nach Studie und Erhebungsart:
Für Deutschland werden prozentuale Schwankungen zwischen 3 und 9 % angegeben, wobei die vegane Lebensweise allerdings erheblich seltener ist und in ihrer Verbreitung am ehesten zwischen 1 und 2 % schwanken dürfte. Ähnliche Zahlen werden für Österreich und die Schweiz berichtet.
Demgegenüber liegt in Indien der Vegetarieranteil deutlich höher und wird mit mindestens 15 bis 20 % angenommen, wobei andere Zahlen von bis zu 40 % Vegetariern in Indien sprechen. Weltweit dürfte es somit, konservativ geschätzt, mindestens eine halbe Milliarde Vegetarier und Vegetarierinnen geben.
Insgesamt ist der Vegetarieranteil in den westlichen Industrieländern, die den größten Anteil am weltweiten Fleischkonsum haben, wachsend, wenn auch langsam. Der langsame Charakter dieses Wachstums begründet sich in menschlichen Tendenzen zu einstellungsdiskrepantem Handeln:
- Während auf der Ebene der kognitiven Einsicht bei weitaus mehr Menschen ein Bewusstsein über die Unverantwortlichkeit des Fleischkonsums und des dadurch erzeugten tierischen und menschlichen Leidens vorhanden ist, fällt es vielen doch schwer, diese Einsicht in Form einer vegetarischen oder gar veganen Lebensweise umzusetzen.
Die nach wie vor, wenn auch wachsende, zu geringe Dichte vegetarischer und veganer Restaurants und die quasi Allgegenwärtigkeit tierischer Produkte in unseren Nahrungsmitteln sind ein wesentlicher Grund hierfür, der aber – dies ist ein Beispiel und Botschaft der mindestens 500 Millionen Vegetarier und Vegetarierinnen in unserer Welt – individuell überwunden werden kann.
Gleichklang möchte mit seinem Angebot einer effizienten Partnervermittlung für Vegetarier und Veganer einen Beitrag zur notwendigen weiteren Verbreitung der vegetarischen und veganen Lebensweise leisten. Indem durch Gleichklang Vegetarier, Vegetarierinnen, Veganer und Veganerinnen zueinanderfinden als Partner, Partnerinnen, Freunde und Freundinnen, erhöhen sich die Chancen, dass diese gemeinsam die Ausbreitung der vegetarischen und veganen Lebensweise in unserer Welt ein Stück weit voranbringen können, zum Wohle der Tiere wie auch zum Wohle der Menschen.
Außerdem motivieren wir unsere Mitglieder auch, den Schritt zu einer vegetarischen und weiter zu einer veganen Lebensweise zu gehen. Allein dadurch, dass wir in unserer vegetarisch-veganen Option auch nach dem Wunsch fragen, vegetarisch zu werden, oder den Wunsch, vegan zu werden, regen wir Denkprozesse an.
Wir wissen aus den Rückmeldungen von Mitgliedern, dass dies über die Jahre für nicht wenige den Anstoß gab, tatsächlich zu einer vegetarischen oder veganen Lebensweise zu wechseln.
